1. November 2011

Kanzashi für Weihnachten!

Normalerweise stelle ich Kanzahsi für Haarschmuck, als Broschen oder auch - ganz kleine Blümchen - als Schmuck her. Man kann aber auch hübschen Schmuck für den Weihnachtsbaum aus den japanischen Blumen machen! Klara zeigt Dir, wies geht!



Benötigte Materialien:
- Stoffe oder Stoffreste in Deinen Wunschfarben. Ich verwende gerne Baumwollstoffe, uni oder mit kleinen Mustern. Probiere herum wie es Dir gefällt!
- Stecknadeln
- Nähnadeln
- farblich passendes Nähgarn
- Reißfestes Garn, z.B. Sterngarn
- Heißkleber und Klebepistole
- einige hübsche Knöpfe und/oder große Perlen
- Stoffschere
- Schmales Satinband (Breite 3mm) oder was Du sonst als Aufhängung möchtest (gold- oder silberfarbenes Häkel- oder Nähgarn ist z.B. bestimmt auch sehr hübsch!)
- Bügeleisen

Alles beginnt mit Quadraten aus Stoff. Für diese Blüte habe ich 6 Quadrate aus rotem Baumwollstoff mit ca. 7cm Kantenlänge zugeschnitten. Faustregel: So groß wie ein Stoffquadrat wird am Ende in etwa die fertige Blüte. Als Anfänger solltest Du die Quadrate nicht zu klein machen, denn je kleiner, umso schwieriger wird das Falten.

Du musst die Quadrate nicht allzu akkurat ausschneiden, Kanzashi verzeihen kleine Ungenauigkeiten!

Bügle dann die Quadrate einmal diagonal zur Hälfte, so dass Du Dreiecke bekommst. Die rechte (schöne) Seite des Stoffes liegt außen. Die weiteren Falzungen müssen nicht gebügelt werden, es reicht, die Kanten dann mit den Fingern etwas fest zu drücken, wenn man die erste Kante jedoch bügelt, wird’s einfacher.

Lege Stecknadeln bereit.



Jetzt geht’s ans Falten:

Falte das Dreieck noch einmal zur Hälfte und drücke die Kante mit den Fingern etwas fest.

Lege dieses Dreieck so vor Dich, dass die Seite mit den beiden Kanten oben liegt und die Seite mit einer Kante links. Nimm jetzt die rechte obere Ecke der oberen Lage und falte sie nach unten auf Dich zu, so dass die Spitzen genau aufeinander liegen.

Dreh das ganze um und wiederhole den letzten Schritt auf der anderen Seite. Jetzt hast Du wieder ein Dreieck.



Nimm das Dreieck in die Hand, und zwar so, dass Du zwei Falze auf der rechten Seite siehst und links drei. Nimm jetzt die obere Lage an der Ecke und falte sie so nach links, dass die beiden geraden Seiten aufeinander liegen. (siehe Bild). Wiederhole das mit der anderen Seite.

Jetzt ist das erste Blütenblatt fertig. Fixiere es mit einer Stecknadel. Falte die anderen Stoffquadrate genau so.

Bevor die einzelnen Blütenblätter zur Blüte zusammengesetzt werden, müssen die unteren Spitzen unterhalb der Stecknadeln abgeschnitten werden.



Nimm jetzt eine Nadel mit einem reißfesten Garn zur Hand und fädle die Blütenblätter auf. Achte dabei darauf, dass alle Blütenblätter in die gleiche Richtung gucken. Dann den Faden zum Kreis knoten und gut anziehen (aber nicht zuuu fest), mit einem oder zwei weiteren Knoten sichern und die Fadenenden abschneiden.

Jetzt sieht die Blüte sicher noch etwas zerknautscht aus. Also einfach die Blütenblätter zurecht zupfen und ziehen, damit eine gleichmäßige Blume draus wird. 



Noch hat die Blume jetzt in der Mitte ein Loch.

Such Dir jetzt zwei schöne Knöpfe aus, das können zwei gleiche sein oder auch verschiedene, wie Du magst. Gib vorsichtig etwas Heißkleber auf einer Seite der Blüte auf die Ränder des Loches und klebe einen Knopf auf. Drehe die Blüte um und klebe auch auf der anderen Seite einen Knopf auf das Loch. Wenn das Loch eher groß ist, fülle ruhig auch etwas Kleber in das Loch, das verleiht der Kanzashi-Blüte mehr Stabilität. 

Zum Schluss nähe noch mit farblich passendem Nähgarn und kleinen Stichen einen Aufhänger an die Spitze eines Blütenblattes. Ich habe schmales Satinband verwendet, das ich oben einfach mit einem Knoten geschlossen habe. Du kannst aber natürlich auch dickeres Nähgarn oder einen schönen Goldfaden verwenden, ganz wie Du magst. 




Es gibt auch noch weitere Falttechniken für Kanzashi-Blütenblätter. Ich habe dieses spitze Blütenblatt gewählt, weil es zwei schöne Seiten hat, und die Blüten sehen so aus wie Sterne. 


Und jetzt ans Experimentieren! 

Versuch es mit mehr Blütenblättern, mixe verschiedene Farben und verschiedene Größen oder probier auch mal Blüten, bei denen Du mit Vorder- und Rückseite der Blätter abwechselst. Probier auch verschiedene Ideen für die Blütenmitte aus, z.B. große Perlen anstatt der Knöpfe.


Aber Vorsicht! Kanzashi machen süchtig! ;)


Wenn Du magst, schicke mir Photos Deiner Kanzashi-Blüten und ich veröffentliche sie gerne auf meinem Blog!

Herzlichst,
Klara

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