6. März 2011

Perlen, Perlen, Perlen...

Mit einem gehäkelten Halsband fing alles an. Rotes Baumwollgarn, cremeweiße winzige Wachsperlen. Ein schlichtes Design mit weicher Muschelkante am unteren Rand. Und mit eingehäkelten Perlen. Das Ergebnis hat mir so gefallen, dass ich mir ein kleines Paket Rocailles zugelegt habe. Und seitdem lassen mich die kleinen Perlen nicht mehr los...

Es folgten Halsbänder, gewebt auf dem Perlenwebrahmen und mit kleinen "Fransen" aus Rocailles versehen, inspiriert von einem Halsband, das ich vor vielen Jahren mal an Siouxsie Sioux (wer erinnert sich noch an Siouxsie & the Banshees?) gesehen habe. Damals erging es mir schon so: Wenn ich etwas gesehen habe, auf einem Photo, im Schaufenster oder auf der Strasse an einer Passantin, habe ich mir nicht die Frage gestellt: Wo kann ich das kaufen? Sondern: Wie kann ich so etwas selbst machen?

Schmuck aus Perlen hat mich schon immer fasziniert. Als Teenager habe ich schon auf einem Perlenwebrahmen bunte Armbändchen aus Rocailles gewebt, bunt wie Hippieschmuck und heute so gar nicht mehr mein Geschmack. Aber Schmuck aus Perlen muss eben nicht aussehen wie Hippieschmuck.

Insbesondere in den USA ist "Beading" weit verbreitet. Denn Schmuck muss nicht immer aus Gold und Edelsteinen sein. Was mich an "beaded jewelry" so fasziniert, ist die Farbigkeit. Es bieten sich unzählige und unzählbare Farbkombinationen! Mit Schmuck aus Perlen kann Dein Schmuckkästchen aussehen, wie die Schatzkiste in einem alten Piratenfilm: Glitzernd, farbig, edel. Lass Deine Augen leuchten!

In Ermangelung an guten deutschsprachigen Büchern und Magazinen zum Thema habe ich mir die Techniken zur Schmuckherstellung aus Perlen aus englischen, spanischen und sogar japanischen und russischen Büchern selbst beigebracht. Und Begriffe wie "right angle weave", "Peyote" oder "brick stitch" gehören mittlerweile zu meinem Alltagsvokabular, ebenso wie "single crochet", "slip stitch" oder "quadruple crochet".

Besonders angetan haben es mir zarte Halsbänder und Colliers aus kunstvoll ineinander verwebten Perlen, die wie filigrane Spitze aussehen. Und so viel edler und vor allem einzigartiger sind, als "herkömmlicher" Schmuck aus Edelmetallen. Viele Stunden Arbeit stecken in so einem Collier, aber ich genieße jede Perle, die ich mit der haarfeinen Nadel aufnehme. "Beading" entschleunigt. Konzentriert nimmst Du Perle um Perle auf, zählst jede einzelne mit, verwebst sie miteinander - und mir fällt kein Wort für die Art von Freude ein, die ich habe, wenn sich aus einem Haufen winziger Perlchen ein Motiv entwickelt, ein Collier, dass sich weicher und geschmeidiger als Seide um Deinen Hals legen läßt, leicht, und doch mit spürbarem Gewicht, resultierend aus der schieren Menge kleinster Glasperlen.
Akzente kommen dazu, durch größere facettierte Glasperlen, Wachsperlen mit ihrem edlen Schimmer oder auch einem großen Cabochon, der in einer Fassung aus Rocailles ruht...
Das Ergebnis: Einzigartiger Schmuck, dem man die liebevolle Arbeit bis in die letzte Perle ansieht. Den nur DU trägst, denn kein Stück ist wie das andere. Sei eine der ersten, die hierzulande solch besondere Schmuckstücke trägt!

Herzlichst,
Klara

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