26. Dezember 2011

Nein zu Wolle aus Australien!

Ich hoffe, ihr hattet und habt alle wundervolle Weihnachtstage!
Dennoch muss ich, auch auf die Gefahr hin, euch den Tag zu vermiesen, dringend auf etwas aufmerksam machen, was ich selbst (leider) erst vor kurzem entdeckt habe. Es geht um Wolle, insbesondere Merino, aus Australien, aber auch Neuseeland.
Australien liefert rund 30% des weltweiten Wollbedarfes, vor allem Merinowolle. Die Tiere werden dafür in gigantischen Herden von tausenden Schafen gehalten - was es unmöglich macht, einem Tier individuelle Aufmerksamkeit zu widmen. Bedenkt man die Tatsache, dass erst unlängst bewiesen wurde, dass Schafe - ganz entgegen der ursprünglichen Annahme, sie seien etwas "doof" - sogar rund 100 Gesichter unterscheiden und erkennen können - und auch zu "ihrem" Menschen eine innige Beziehung aufbauen, muss diese Massenhaltung für die sensiblen Tiere immensen Stress bedeuten.
In den besonders heißen Monaten in Australien kollabieren viele Tiere und sterben an Hitzschlag. Besonders hart trifft es insbesondere die Merinoschafe. Diese werden schon so gezüchtet, dass sie eine geradezu übergroße Haut haben (ich muss an diese chinesischen Faltenhunde denken), um die Wollausbeute noch zu steigern. In diese Hautfalten legen nun Fliegen ihre Eier - und die befallenen Schafe werden geradezu bei lebendigem Leib von den Maden gefressen...

Foto: Peta

Um dies einzudämmen, wird das sogenannte Mulesing (oder auch Mulesierung) nach John W.H. Mules praktiziert. Dazu werden die Schafe auf den Rücken geworfen und in eine Metallvorrichtung gespannt, dann werden OHNE Betäubung große Fleischstücke rund um den Schwanz einfach weggeschnitten (mit Scheren, die mich an Garten- oder Rosenscheren erinnern), in der Regel auch gleich noch der Schwanz kupiert und die Schafe dann mit offenen Wunden wieder sich selbst überlassen. Das durch diese Prozedur entstehende Narbengewebe soll den Befall mit Fliegenmaden verhindern oder zumindest eindämmen.


Dank weltweiter Proteste sollte dieses Verfahren Ende 2010 verboten werden - die australische Wollindustrie hat diesen Termin jedoch abgesagt und keinen neuen angesetzt. Dabei gibt es andere einfache Methoden wie das regelmäßige Scheren der Schafe am Hinterteil. Ganz davon abgesehen, dass einfach die Tatsache, die Tiere aus Profitgier so zu züchten, dass dieses Problem überhaupt auftritt, schon die Wurzel des Übels ist...
In Neuseeland legte sich die Merino-Industrie mittlerweile ein freiwilliges Verbot des Mulesing auf, an das sich aber nicht alle Farmer halten.
Was zählt ist mal wieder nur der Profit - und "Mulesing" ist angeblich schlicht die "wirtschaftlichste" Methode - auch unter der Berücksichtigung, dass eben auch einige Schafe an Infektionen der offenen Wunden sterben... und gerade diese offenen Wunden werden wiederum oft gerade von Fliegen befallen, noch ehe sie abheilen können.



Zusätzlich werden die männlichen Lämmer in der 2. bis 8. Lebenswoche kastriert - natürlich auch ohne Betäubung - indem man einfach die Hoden rausschneidet oder sie mit Gummiringen abbindet - eine der schmerzhaftesten Prozeduren der Kastration überhaupt. Hunderte Lämmer sterben jährlich noch bevor sie 8 Wochen alt werden - an Hunger, Vernachlässigung, Krankheiten...



Doch mit den Torturen als "Wollschaf" ist es nicht genug. Auch die Schafe werden älter und irgendwann "produzieren" sie eben auch weniger Wolle. Also werden die "alten" Schafe aussortiert und auf riesige Frachtschiffe verladen und in den nahen Osten verschifft.
Das "stolze Flaggschiff", die "Becrux", sollte angeblich das sicherste Schiff mit höchsten Standards für die mit ihr transportierten lebenden Tiere sein - doch schon bei ihrer Jungfernfahrt starben mind. 880 Rinder und 1400 Schafe bei der Überfahrt... (von fast 2000 Rindern und 60.000 (!) Schafen)

 Mehrere Stockwerke nur Schafe, Schafe, Schafe... sie stehen dicht an dicht, können sich kaum rühren, stehen in ihrem eigenen Mist und Dreck, und es heißt, man könne diese Frachter auf See schon riechen, ehe man sie sieht. Sie haben kaum Zugang zu Futter und Wasser, sind der Witterung nahezu schutzlos ausgeliefert, viele werden erdrückt oder zu Tode getrampelt oder sie bleiben im Dreck stecken und ersticken.
Viele Tiere überleben diese wochenlange Fahrt nicht und werden einfach ins Meer geworfen. Genauso verfährt man mit kranken oder geschwächten Tieren - diese landen lebendig im Meer und werden von Haien zerrissen.


Kommen die Schafe dann an ihrem Bestimmungsort an, erwartet sie noch eine letzte Tortur: Die Schafe werden zu Massen in Schlachthöfe getrieben, wo den gestressten und völlig verängstigten Tieren einfach die Kehlen aufgeschnitten werden - die anderen Schafe dürfen dabei zusehen. Und noch während die Tiere langsam verbluten, beginnt man, sie zu zerlegen - noch immer bei Bewußtsein!



Das alles unterstützt Du durch den Kauf australischer Wolle oder Produkten, die daraus hergestellt sind, insbesondere Merinowolle.
Mir ist seit einiger Zeit aufgefallen, dass insbesondere bei "handmade products" eine vermehrte Nachfrage nach besonders "edlen" Materialien wie Seide, Kashmir und eben auch Merino besteht. Merino wohin man blickt. Gerade kleine Unternehmen sind oft darauf angewiesen, ihr Material günstig zu beziehen - und so ist anzunehmen, dass sehr viel australische Merinowolle verarbeitet wird. Der Rest der weltweiten Produktion stammt überwiegend aus China und Russland - es sei dahingestellt, ob es diesen Schafen sehr viel besser ergeht...
Trotz allem gewünschten Luxus und hochwertigen Materials sollte aber die eigene Einstellung zum Konsum permanent überdacht werden - ist es erforderlich, unbedingt Merino zu tragen? Mit dem Wissen, wie mit den Tieren, die diese schöne weiche Wolle liefern, umgegangen wird?
Wolle ist ein wunderbares Material, isoliert gegen Kälte und Wärme gleichermaßen, ist natürlich, weich und angenehm auf der Haut. Aber um welchen Preis?

Es gibt zahlreiche Alternativen: Es gibt viele moderne Kunstfasern, die ähnlich gute Eigenschaften und Tragequalität haben, auch wenn ihnen das "Luxus"-Siegel fehlt. Wenn es Wolle, insbesondere Merino, sein soll, sollte man unbedingt darauf achten, woher die Wolle stammt. Mittlerweile haben auch einige große Hersteller von Bekleidung reagiert und verzichten demonstrativ auf australische Wolle. Und Du als Verbraucher hast die Möglichkeit, Dich zu entscheiden. Nicht nur bei Wolle, sensibilisiere Dich für alle Bereiche. Informiere Dich - und gib diese Informationen weiter!

Und: Ich meine, insbesondere zu "handmade", egal, ob Du selbst produzierst oder "handmade" kaufst, gehört unbedingt auch soziale Verantwortung. Darum lieben wir "handmade", weil es individuelle Produkte sind, die hierzulande unter transparenten Arbeitsbedingungen hergestellt sind. Darum verzichten wir auf Massenware.
Das sollte aber schon bei den verwendeten Materialien beginnen...

Herzlichst,
Klara


Das Video ist wirklich schwer verdaulich! Ganz ehrlich: Ich konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten, und mir war übel...

21. November 2011

Weihnachts-Gewinnspiel!

Klaras Weihnachten! Es gibt was zu gewinnen!

Jede/r, der/die bis Do, 15.12.2011 um 24 Uhr Klaras Seite bei Facebook "mag", nimmt an der Verlosung teil.

Zu gewinnen gibts:

3. Preis: Ein 2er-Set Haarschleifen auf Bobby Pins in Deinen Wunschfarben bzw. im Lieblingsmuster

 
 
2. Preis: Ein 2er-Set Rosen-Haarspangen in Deiner Wunschfarbe

1. Preis: Klara macht exklusiv für Dich einen Kanzashi-Haarschmuck! Egal ob als Haarspange, Haarreif, Fascinator mit Federschmuck, Einsteckkämmchen oder sogar als Schuhclips, Du darfst Deine Wünsche frei äußern und bekommst Dein ganz eigenes Unikat zu Weihnachten.

Weitersagen! ;)

(Familienmitglieder dürfen aus wettbewerbsrechtlichen Gründen leider nicht an der Verlosung teilnehmen.)
 
 
 
 
 Hier gehts zu facebook.com/KlaraKleingeld.shop
 Viel Glück!
Herzlichst,
Klara
 

11. November 2011

Die Fachfrau!

Great news!

Am 19.11. eröffnet "Die Fachfrau" in Berlin-Prenzlauer Berg in der Bötzowstr. 37. Und Klara darf dabei sein! Das heißt, nicht körperlich, denn ich habe Berlin ja vor einigen Wochen (glücklich) verlassen, aber mit einer feinen Auswahl an Klara-Sachen, die es bei der Fachfrau zu begucken und natürlich auch zu kaufen gibt. In den nächsten Tagen werde ich fleißig herstellen und die Nadeln glühen lassen, damit alles bis zur Eröffnung in Berlin ist. Hat jemand von euch eine fesche Dekorations- und/oder Einrichtungsidee für mein Regal?

Geben wird es bei der Fachfrau jede Menge fürs Haar, Spangen, Einsteckkämme, Kanzashi, Haarreifen, und wahrscheinlich auch ein paar schicke Schuhclips. Schaut mal rein, wenn ihr in der Stadt seid!


Die Fachfrau
Bötzowstr. 37
10407 Berlin

Öffnungszeiten Mo-Fr 11:00-19:00 Uhr
                       Sa 10:00-18:00 Uhr















6. November 2011

Rosen Rosen Rosen

Ich habe eine Schwäche für Rosen. Für mich gehören sie einfach zu den schönsten Blüten überhaupt, ganz gleich, ob es jetzt langstielige dunkelrote Edelrosen oder zarte rosa Heckenröschen sind. Und ich liebe den Duft...

Deswegen gibt es immer wieder Rosen bei Klara. Und sehr gerne als Haarschmuck! Diese sind aus feinen Ripsbändern handgefertigt. Welches ist Deine Lieblingsfarbe?







I love roses... I love their unique scent. And I don't care if it's an elegant red floribunda or a delicate pink dog rose. And I love roses as hair accessories! These are handmade of rayon grosgrain ribbon. Which one is you favourite?

Love,
Klara

1. November 2011

Kanzashi für Weihnachten!

Normalerweise stelle ich Kanzahsi für Haarschmuck, als Broschen oder auch - ganz kleine Blümchen - als Schmuck her. Man kann aber auch hübschen Schmuck für den Weihnachtsbaum aus den japanischen Blumen machen! Klara zeigt Dir, wies geht!



Benötigte Materialien:
- Stoffe oder Stoffreste in Deinen Wunschfarben. Ich verwende gerne Baumwollstoffe, uni oder mit kleinen Mustern. Probiere herum wie es Dir gefällt!
- Stecknadeln
- Nähnadeln
- farblich passendes Nähgarn
- Reißfestes Garn, z.B. Sterngarn
- Heißkleber und Klebepistole
- einige hübsche Knöpfe und/oder große Perlen
- Stoffschere
- Schmales Satinband (Breite 3mm) oder was Du sonst als Aufhängung möchtest (gold- oder silberfarbenes Häkel- oder Nähgarn ist z.B. bestimmt auch sehr hübsch!)
- Bügeleisen

Alles beginnt mit Quadraten aus Stoff. Für diese Blüte habe ich 6 Quadrate aus rotem Baumwollstoff mit ca. 7cm Kantenlänge zugeschnitten. Faustregel: So groß wie ein Stoffquadrat wird am Ende in etwa die fertige Blüte. Als Anfänger solltest Du die Quadrate nicht zu klein machen, denn je kleiner, umso schwieriger wird das Falten.

Du musst die Quadrate nicht allzu akkurat ausschneiden, Kanzashi verzeihen kleine Ungenauigkeiten!

Bügle dann die Quadrate einmal diagonal zur Hälfte, so dass Du Dreiecke bekommst. Die rechte (schöne) Seite des Stoffes liegt außen. Die weiteren Falzungen müssen nicht gebügelt werden, es reicht, die Kanten dann mit den Fingern etwas fest zu drücken, wenn man die erste Kante jedoch bügelt, wird’s einfacher.

Lege Stecknadeln bereit.



Jetzt geht’s ans Falten:

Falte das Dreieck noch einmal zur Hälfte und drücke die Kante mit den Fingern etwas fest.

Lege dieses Dreieck so vor Dich, dass die Seite mit den beiden Kanten oben liegt und die Seite mit einer Kante links. Nimm jetzt die rechte obere Ecke der oberen Lage und falte sie nach unten auf Dich zu, so dass die Spitzen genau aufeinander liegen.

Dreh das ganze um und wiederhole den letzten Schritt auf der anderen Seite. Jetzt hast Du wieder ein Dreieck.



Nimm das Dreieck in die Hand, und zwar so, dass Du zwei Falze auf der rechten Seite siehst und links drei. Nimm jetzt die obere Lage an der Ecke und falte sie so nach links, dass die beiden geraden Seiten aufeinander liegen. (siehe Bild). Wiederhole das mit der anderen Seite.

Jetzt ist das erste Blütenblatt fertig. Fixiere es mit einer Stecknadel. Falte die anderen Stoffquadrate genau so.

Bevor die einzelnen Blütenblätter zur Blüte zusammengesetzt werden, müssen die unteren Spitzen unterhalb der Stecknadeln abgeschnitten werden.



Nimm jetzt eine Nadel mit einem reißfesten Garn zur Hand und fädle die Blütenblätter auf. Achte dabei darauf, dass alle Blütenblätter in die gleiche Richtung gucken. Dann den Faden zum Kreis knoten und gut anziehen (aber nicht zuuu fest), mit einem oder zwei weiteren Knoten sichern und die Fadenenden abschneiden.

Jetzt sieht die Blüte sicher noch etwas zerknautscht aus. Also einfach die Blütenblätter zurecht zupfen und ziehen, damit eine gleichmäßige Blume draus wird. 



Noch hat die Blume jetzt in der Mitte ein Loch.

Such Dir jetzt zwei schöne Knöpfe aus, das können zwei gleiche sein oder auch verschiedene, wie Du magst. Gib vorsichtig etwas Heißkleber auf einer Seite der Blüte auf die Ränder des Loches und klebe einen Knopf auf. Drehe die Blüte um und klebe auch auf der anderen Seite einen Knopf auf das Loch. Wenn das Loch eher groß ist, fülle ruhig auch etwas Kleber in das Loch, das verleiht der Kanzashi-Blüte mehr Stabilität. 

Zum Schluss nähe noch mit farblich passendem Nähgarn und kleinen Stichen einen Aufhänger an die Spitze eines Blütenblattes. Ich habe schmales Satinband verwendet, das ich oben einfach mit einem Knoten geschlossen habe. Du kannst aber natürlich auch dickeres Nähgarn oder einen schönen Goldfaden verwenden, ganz wie Du magst. 




Es gibt auch noch weitere Falttechniken für Kanzashi-Blütenblätter. Ich habe dieses spitze Blütenblatt gewählt, weil es zwei schöne Seiten hat, und die Blüten sehen so aus wie Sterne. 


Und jetzt ans Experimentieren! 

Versuch es mit mehr Blütenblättern, mixe verschiedene Farben und verschiedene Größen oder probier auch mal Blüten, bei denen Du mit Vorder- und Rückseite der Blätter abwechselst. Probier auch verschiedene Ideen für die Blütenmitte aus, z.B. große Perlen anstatt der Knöpfe.


Aber Vorsicht! Kanzashi machen süchtig! ;)


Wenn Du magst, schicke mir Photos Deiner Kanzashi-Blüten und ich veröffentliche sie gerne auf meinem Blog!

Herzlichst,
Klara

19. Oktober 2011

Mein erster Kanzashi-Workshop!

Ok, es war anstrengend, und danach hatte ich zwei Tage lang Rückenschmerzen, mir taten die Füße weh und überhaupt. Aber es hat so viel Spaß gemacht!

Im Rahmen der Jugendmesse "Body & Soul" im Jugendhaus Stuttgart-Zuffenhausen habe ich mein Debut als Kursleiterin gegeben. Und habe jede Menge Kindern gezeigt, wie man Kanzashi macht.
Kanzashi wurden und werden in Japan traditionell von Geishas und deren Schülerinnen, den Maiko, als Haarschmuck getragen. Dort werden sie aus Seide hergestellt, aber auch andere Stoffe, besonders feine Baumwolle, eignet sich bestens dafür.
Beginn ist immer ein kleines Stoffquadrat. Dieses wird in verschiedenen Techniken zu Blütenblättern gefaltet, welche wiederum zu Blüten kombiniert werden. Und hat man einmal angefangen, kann man nicht mehr damit aufhören...
Ich habe vor knapp einem Jahr Kanzashi im Internet entdeckt, als ich eigentlich nach etwas ganz anderem recherchiert hatte. Und ich wollte das auch können! Also wurde meine Recherche zu Kanzashi-Recherche... leider scheint es wenige Online-Tutorials zu geben, und nicht alle sind gut. Und in der Regel sind sie auf englisch. Trotzdem habe ich genug gefunden, um erste Versuche zu machen - und Kanzashi-süchtig zu werden.

Bald bin ich auch auf das wundervolle Buch von Diane Gilleland gestossen: Kanzashi in Bloom. Dieses Buch kann ich nur jedem empfehlen, der Kanzashi liebt - oder lernen möchte, wies geht. Das runde Blütenblatt hatte ich zwar schon mehrfach im Internet gefunden, aber Diane hat noch zwei weitere Falttechniken im Buch, die ich noch nicht kannte - und die mein Repertoire auf 4 Blütenblätter-Formen erweitert hat. Und mit 4 Blütenblättern, von denen 2 auch noch je zwei verschiedene Ansichten haben, kann man jede Menge variieren!
Ihr habe ich auch die Idee zu verdanken, nicht nur Blüten, sondern auch Schmetterlinge zu machen - und ich finde sie einfach herzallerliebst! Was meint ihr?

Gestern habe ich dann zufällig tatsächlich noch eine 5. Falttechnik "erfunden"... die auch perfekt ist für gaaanz kleine Blümchen. Und damit für Ohrstecker und Ringe! Es gibt also bald jede Menge Neues!

Und ich hoffe, ich habe bald die Muße, einen kleinen Online-Kanzashi-Kurs für meinen Blog zu erstellen. Habt ihr Lust?

Alles Liebe,
Klara

11. Oktober 2011

DIY: Vintage - Schalkragen mit Schleife

Es geht wieder vorwärts... heute gibt es endlich eine neue Häkelanleitung! Der Schalkragen aus Garn mit Mohairanteil ist kuschelig weich und wärmt an kühlen Tagen. Die Schleife verleiht ihm einen hübschen Vintage-Look und die aufgehäkelte Kontrastfarbe wirkt raffiniert... dabei ist der Kragen ganz einfach nachzuhäkeln! Und: Du brauchst nicht viel Garn, also auch ein perfektes Projekt für Wollreste... und ein hübsches Geschenk für Deine beste Freundin, Mama oder Dich selbst!



Du brauchst:
“Elfin” von Schoeller+Stahl, 140m/50g, 90% Polyacryl, 10% Mohair,
Je 1 Knäuel in Farbe flieder (Hauptfarbe) und veilchen (Kontrastfarbe) oder vergleichbares Garn nach Wahl

Häkelnadel Stärke 5

Ca. 1,5 m Satinband oder anderes Band nach Wahl, 3 cm breit.


Maschenprobe: 10x10 cm = 8 Reihen à 20 Stb


Häkelanleitung:

29 LM mit Hauptfarbe anschlagen

Reihe 1: Stb in vierte LM nach der Nadel, Stb in jede LM der Grundkette, 3 LM (zählen nicht als Stich), wenden (26 Stb)

Reihe 2: Stb in erste 10 Maschen der Vorreihe, 6 LM, 6 Maschen überspringen, Stb in letzte 10 Maschen der Vorreihe, 3 LM (zählen nicht als Stich), wenden

Reihe 3: Stb in erste 10 Maschen der Vorreihe, 6 Stb in 6-LM-Bogen, Stb in letzte 10 Maschen der Vorreihe, 3 LM (zählen nicht als Stich), wenden (26 Stb)

Reihe 4: Stb in jede Masche der Vorreihe, 3 LM (zählen nicht als Stich), wenden (26 Stb)

Reihe 2-4 wiederholen, bis der Halswärmer ca. 65 cm lang ist, mit einer „Reihe 3“ enden und darauf achten, eine gerade Anzahl an „Löchern“ zu haben, Faden verwahren, Fadenenden vernähen.


Mit Kontrastfarbe an einer Ecke ansetzen, Kettmaschen entlang der kurzen Seite, 3 LM, an der anschließenden langen Seite Kettmasche in Fuß des ersten Stäbchens, 3 LM, Kettm in nächsten Fuß des nächsten Stäbchen, 3 LM, Kettm in Fuß des nächsten Stäbchens.
Jetzt quer über den Schal entlang der Reihe zwischen den ersten beiden Löchern arbeiten:
Arbeitsfaden liegt unter dem Schal, Nadel durch Masche stechen, Umschlag, Faden durch Masche auf der Nadel ziehen (Kettmasche), über die ganze Reihe arbeiten.
Wieder mit (3 LM, Kettm) 3 Mal über zwei Reihen an der Langseite, dann wieder eine Reihe Kettmaschen auf der Oberseite des Schals zwischen den nächsten beiden Löchern entlang usw., so dass sich das Muster wie eine Schlangenlinie über den Schal zieht; zuletzt Kettmaschen entlang der kurzen Seite, Faden verwahren. Fadenenden vernähen.

Satinband (oder anderes Band nach Wahl) durch die Löcher weben, genügend Länge berücksichtigen, um eine Schleife binden zu können. Enden mit Feuerzeug vorsichtig abschmelzen, um ein Ausfransen zu verhindern. 



Viel Freude mit Deinem neuen Accessoire!
Alles Liebe,
Klara


(c) Nadine Haumann 2011. Du kannst dieses Muster verwenden, um Stücke für den privaten Gebrauch anzufertigen (für dich selbst und für Geschenke an Deine Lieben). Du kannst dieses Muster verwenden, um Stücke für den Verkauf bei DaWanda, Etsy, auf Märkten u.ä. anzubieten, aber gib in diesem Fall an, von wem der Entwurf stammt und verlinke zu meinem Blog. Es ist Dir NICHT erlaubt, das Muster selbst oder Teile daraus zu verkaufen oder als Deines auszugeben. Diese Anleitung ist NICHT für die Massenproduktion!

DIY: Vintage-style scarflette with ribbon

Things are getting back to normal after leaving Berlin... So today I proudly present a new crochet pattern! I found the idea for this neckwarmer in an old crochet magazine and decided to create my own. The satin ribbon gives it a pretty vintage look and the yarn with mohair makes it soft and cozy... perfect for cooler days! 
Plus: It's quite easy and you can use up your leftover yarn ;)

So here we go!



You need:
Light worsted yarn recommended for crochet hook H/8 to I/9
I used “Elfin” by Schoeller+Stahl, 90% Polyacryl, 10% Mohair, 140m/50g
1 ball in main colour A and 1 ball in contrasting colour B
Crochet hook size 5 mm (US 8)
About 1,5 m (~ 1.65 yd or 60 in) of satin ribbon, 3 cm (~1.2 in) wide

Gauge: 10x10 cm = 8 rows à 20 dc

Size of finished piece about 15 x 65 cm (5.9 x 26.5 in)


The scarflette:

ch 29

Row 1:
dc in 4th ch from hook and every ch across (26 stitches), ch3 (does not count as stitch), turn

Row 2:
dc in first 10 stitches, ch 6, skip 6 stitches, dc in last 10 stitches, ch 3 (does not count as stitch), turn

Row 3:
dc in first 10 stitches, 6 dc in ch-6-space, dc in last 10 stitches, ch3 (does not count as stitch), turn

Row 4:
dc in each st across (26 stitches), ch 3, turn

Repeat Row 2-4 until piece measures about 65 cm (~ 25.6 in); finish with a "row 3" and make sure you have an even number of holes. Fasten off and weave in ends.


Start a new thread with colour B on one corner of piece, RS facing.
Work slip stitches down the shorter side of piece, ch 3, make a sl st in the “foot” of the first dc on the longer side, *ch 3, sl st in “foot” of next dc* 2 times.
Now you work across the scarflette along the row in between the first two holes:
Your working thread must lie UNDER the scarf. Insert hook into scarf at first stitch of row, yarn over, pull through stitch and loop on hook (sl st made), continue across the rest of row.
Now work *ch 3, sl st in “foot” of dc* 3 times along longer side of scarflette, then work slip stitches across scarf as described until you reach end of piece, work slip stitches down the short side, fasten off.


Weave ribbon of your choice through the holes, it must be long enough so you can tie a bow. I used black satin ribbon.






If you need any help or find a mistake please tell me! I used US crochet terms.


Love,
Klara


(c) Nadine Haumann 2011. You can use this pattern to make items for you and your loved ones. You can use this pattern to make items for sale on DaWanda, Etsy, craft fairs and the like, but please give me credit if you do so and link back to my blog! You may NOT sell this pattern or parts of it or claim it as your own! This pattern is not for mass prodution!

30. September 2011

Get your skinny scarf!

Ok, let's face it: Summer's gone. Though the days are still warm and sunny here one has to think about colder days and falling leaves... Today my grandma persuaded me to look for a winter coat with her cause I told her that I was wearing mine for three years now... but I guess I should never ever do this with my grandma again! Well, I don't think I'm too choosy - but I will certainly NOT wear a bulky beige coat with horrible fake fox fur. And I will certainly NOT wear an anorak that looks like a tent. I wouldn't give it house-room!
And what did my grandma say? "If you can't spend much money you can't be that delicate." I prefer to wear my classic black knee-length winter coat the fourth year... and I will NEVER EVER again go shopping with my granny.

Let's turn to more enjoyable things :)

Here I present you some skinny scarfs I lately made. I love skinny scarfs. They are pretty, not too warm and you can even wear them as some special kind of necklace. And: You can make one in just 2 to 4 hours, depending on how complex your pattern is.

I found the pattern for the red one in Debbie Stoller's "Happy Hooker" (one of my favourite crochet books still), the blue one is a Kristin Omdahl-design I took from "Crochet so fine" (a beautiful book!) and the one in dusky pink is made after a vintage lace pattern.
These thin scarfs are long enough to wrap them around your neck a few times and they dress up any outfit. And they are a perfect gift! Plus: In most cases you need only one skein, so they are perfect quick little projects to use up your yarn leftovers. Want to show me yours?


Love,
Klara

19. September 2011

I arrived!

Puh! Another month since the last post, but things are going to be better and I'm on the way to "normal" again. After weeks of hard work, after finding unexpected help, I finally arrived in the tiny town where I grew up - and where my future starts...
Berlin is always said to be so "green", especially for a metropole, but compared to the countryside, it is just a bad joke... sure, sometimes you can smell the dung on the fields, but how sweet it is compared to Berlin with dog crap all over the sidewalks and the smell of the sewage.

Till I find "my" place for the next years to come, I will stay in Haigerloch. It is such a cute little town, embedded in a narrow part of the valley of the small river Eyach, with its old castle on top of one hill, its quiet and a bit gloomy streets and alleys, the small houses with the tiny windows... in spring, the lilacs are in full bloom, giving the town a pittoresque look.



So I hope things will become better soon. And I'm already working a lot, so keep in touch and watch out for new things to come!

Love,
Klara

P.S.: I'm working on the instructions for a stunning lace scarf. Will come soon!

3. August 2011

Moving Berlin

God, it's been a month since my last post!
There was just so much happening during the last weeks. Lots of drama. And finally the inevitable decision to leave Berlin.

Berlin... it was the city of my dreams when I was about 17. On my first visit so many years ago I admired everything, Berlin was so extraordinary, so huge, so different from the tiny little town I grew up. I thought, everything must be possible here, and no one will turn around and whisper behind my back whether my hair is blue or red. It was during the first years after the fall of the Berlin Wall. I stayed in the eastern part of the city and it really was kind of inspiring, new, fucked up but beautiful.



When I finally moved here in 2003, things had remarkably changed. Prenzlauer Berg was no longer the home of artists and alternative people, but of all too normal people that wanted to get a glimpse of creativity they themselves never had. And things are still changing, and not to the better.
Friedrichshain is now some kind of "party quarter" for stupid people wandering through the streets at night, filled up to the top with cheap alcohol, yelling and shouting. The once so nice bars are now filled with tourists and drug addicts. And everything has become expensive suddenly, the rents even for the worst apartments have almost doubled and the flea market at Boxhagener Platz is no longer a place to find heaps of cheap old books and kitsch but a tourist trap.



Prenzlauer Berg has become even worse. Once poor artists lived here, normal and alternative people, the Gründerzeit houses still had tile stoves and on winter evenings you could smell the burning brown coal in the air. Today things are completely different. "Hip people" fill the streets, daughters of doctors and lawyers with strange designer clothes, wearing winter boots the whole year round because it is "so stylish". They sit in cafés with their macbooks instead of their friends. Bars are no longer bars, but "lounges". You have to pay at least 600€/month for a tiny flat with 2 sticky rooms in the 3rd backyard with a view on waste containers - hey, but you live in "PrenzlBerg"!




But the worst thing is: People themselves have changed radically. They are ruthless. Your neighbors don't like techno "music" in the middle of the night? Hey, I don't care! If they complain they can have something in the face! (in the very meaning of the word, believe me!)
People are beaten to coma or death just because they are in the wrong place at the wrong time, and just because someone doesn't like their face. Neonazis fool around, aggressively and stupid. Thousands of dogs just shit on the sidewalk because their owners are too lazy and/or too ignorant to clean away their dogs crap. The whole city stinks. 
And look at the faces! Almost no one ever smiles. People look sad, angry, resigned, provocative... but never happy, unless they've taken enough drugs...

No, it's just time to move on. To leave the things behind that don't support you, that harm you. I want to live in the countryside again, I want to surround myself with sheep. Really. I want it to be possible to enjoy absolute silence - something that is never present in a city like this.

There's a lot of work to do still. But if everything works out well, I'll be leaving in the first days of september.
Goodbye Berlin. I loved you once. Now I hate you.

Keep in touch!
Love,
Klara

4. Juli 2011

Kanzashi-addicted!

It's raining and raining and raining for days now... Do you have any tricks against the blues? For me, these gray-in-gray days are really gloomy...

Well, I try to keep going and try new things.
One thing I'm really addicted to are Kanzashi. I love these cute flowers made of fabric squares. I mostly use cotton fabrics with polka dots, lately I made some of plain-coloured cotton, but it was time to try something new. So I cut out really small fabric squares from delicate dupioni silk and tried, how small I can make them.
The result: Tiny little silk flowers with a pearl-like center, about 0.7 inches in diameter. I glued them onto some ear studs, and here's what they are like:

Cute, aren't they?

Love,
Klara

18. Juni 2011

Yarn Cocktails: Crochet Book

This is such a cute book! And I'm happy that I found it...


"The crocheter's guide to Yarn Cocktails" by Anastasia Blaes and Kelly Wilson shows 30 projects inspired by different cocktail recipes. There's a short but sufficient guide to the basic crochet techniques and one by one you learn some special techniques by doing the projects, such as cables, crocheting in the round, shaping and even felting, so this may even be a nice book for beginners.


The projects are really nice and wearable, and most of them seem to be quick to make, such as belts, a headband, hats, bags and purses and some jewelry. But there are some clothes also, such as two beautiful skirts, 2 Tops and a "corset" (which is something in between a top and a vest). And you can even make a necktie and a vest for your boyfriend ;)

The yarn substitution guide is really useful, especially as I don't expect to find the originally used yarns in Europe too easily (or not at all).





I'm already thinking about crocheting the "Bay Blue Hat" making some little changes to personalize it. Maybe adding a large crochet flower as embellishment? Or weaving through a satin ribbon? I really like these vintage-style ruffles...


And the cutest project: Pink panties made from soft alpaka yarn! On the backside playful ruffles are worked directly into the crochet fabric, that add this special burlesque touch to these oh so nice panties... I'll surely make these soon and show you some pictures if I'll be successful :)

And for the fun of it (or throwing your own yarn cocktail party with some crafty friends!?), the authors added some of the cocktail recipes that inspired the 30 projects... yummy!

There's also a knitting pendant to this book... maybe I should give it a try, though I'm not really a knitter yet!?

Love,
Klara

13. Juni 2011

Inspirations and DIY ideas: Leather rose hairclips

It's been some time... had a lot to do during the last few weeks. As I already told you, my hair accessories are now available at "Promobo" in Berlin, and I had to make lots and lots of hairbows...

But I also made some new items:
I discovered leather! Leather is smooth and firm and it has a very special fragrance... I love it!

So I started to make some little roses... I think they are a pretty nice idea to use up some leather scraps - even the really tiny ones, as you don't need very much to make a rose.

 I cut little circles out of some red and light brown leather and glued them together to form the blossoms. Start with little circles in the center and make larger ones for the outer petals.
Cut two "leafs" out of green leather and glue them to your flower, et voilà!
Textile glue works best, I used one made by "Gütermann".

Soon I figured out that using circles for petals makes quite cone-shaped blossoms, sort of too "high" for hairclips, so I glued my first leather roses on hairpins. What do you think?







To make your flowers more "flat", use little halfmoon-shaped pieces of leather (thick halfmoons! :)), start with little ones in the center and glue on bigger ones for the outer petals. Now my roses look like rose blossoms in full bloom... very nice, I think! Add leafs and, if you like, glue a little glass bead to the center of the rose (use embellishment glue!). Now glue on a round piece of leather to cover the bottom of your flower. You can now use embellishment glue to place your leather rose on a hairclip of your choice. Here are some of my leather rose hairclips:









Tell me what you think! If you need some help with these feel free to ask, maybe I can try to make some photos of the different steps.

Love,
Klara